SPOTTER- UND ERLEBNISURLAUB AUF LANZAROTE OKTOBER 2018

 

Nachdem ich mich vor einigen Jahren für Teneriffa begeistern konnte, ging diesmal der Blick zu einer der anderen Inseln der Kanaren. Ich wollte gerne einen Flughafen mit guten Spots in der Nähe haben und so fiel die Wahl auf Lanzarote, konkret das Beatriz Playa Hotel südlich der Hauptstadt Arrecife. Zehn Minuten zu Fuß bis zu den beiden Spotterpunkten, viel besser kann man es als Flugzeugfan wohl nicht haben. Zudem liegt der Airport noch direkt am Meer, selbst Sonnen und Baden gehen war in unmittelbarer Nähe möglich. Wozu also für 12 Stunden in den Flieger steigen, um bspw. nach St.Maarten zu fliegen und doppelt so viel Geld für einen Flughafen am Strand auszugeben.

 

Mit einer nagelneuen Maschine von Ryanair (EI-GXH) ging es zur Mittagszeit los, um in knapp 5 Stunden auf der kanarischen Insel einzutreffen.

 

Wir hatten uns Plätze in der Exit Row gesichert, um die Beine ein wenig entspannter ausstrecken zu können. Während des Fluges gab es teilweise wieder ganz interessante Landschaften zu beobachten. Als Beispiele mal einen Berg in den Alpen (?) sowie ein Küstenstreifen (?) auf der iberischen Halbinsel.



Richtung Lanzarote zog es sich dann ziemlich zu, der Wetterprognosen für die kommenden Tage waren alles andere als günstig vorhergesagt worden.

 

Immerhin war der Abendhimmel dann nochmal recht nett, hier könnt Ihr unser Hotel beim Landeanflug von oben sehen und noch einen Blick nach Ankunft aus unseren Hotelzimmer werfen.  :-)

 

 

 

Die negative Wetterprognose trat dann auch ein. Am frühen Morgen krachte es ordentlich, ein schweres Gewitter zog über unseren Ort hinweg. Und so blieb es den ganzen Tag, ein zweites Gewitter und Dauerregen ließen keine großen Chancen zu, die Umgebung zu erkunden. Aus dem Flurfenster in unserer Etage konnte ich wenigstens ein sonderbemaltes Flugzeug erwischen, das mir in PMI durch die Lappen gegangen war. Sicherlich eher ein Durchschnittsfoto, aber ich war nicht unzufrieden, sogar eine mögliche "Regenvariante" im Hotel gefunden zu haben. ;-)

 

So "durchstöberten" wir dann eher unser "Basisquartier", um erste Eindrücke zu gewinnen. Für Leute, die eher Ruhe vor "Menschenrudeln" suchen (da sollte man sich dann vielleicht einen der Apartmentbungalows in der Nachbarschaft buchen), ist dies nicht unbedingt eine geeignete Einrichtung, aber mir gefielen Zimmer, Innenausstattung und Bauweise des Hotelkomplexes recht gut und die Verpflegung im Hotel war aus unserer Sicht abwechslungsreich und ließ wenig Wünsche offen. (Beispielfoto)

 

Ein nicht erwarteter "Fluggast" kam mir auch noch vor die Linse, einen Wiedehopfpärchen am Pool hatte ich hier nicht unbedingt erwartet, eher die kreischenden Papageien, von denen mir aber kein Foto gelang, die waren unheimlich flink unterwegs.

 

Nun konnten wir nur hoffen, das sich das Wetter positiv entwickeln würde, was dann auch zu unserer Freude tatsächlich passierte.

 

 

TAG 3

 

Nachdem sich der Regen verzogen hatte, wollten wir heute einen ersten Spaziergang in die nähere Umgebung machen. Plötzlich wurde es laut und zu meinen Erstaunen tauchte diese Formation auf:

(dieses Foto nahm ich allerdings erst zwei Tage später auf, da ich gerade kein Teleobjektiv zur Hand hatte)

 

Etwas aufgeregt hieß es jetzt "umdisponieren" und ich holte meinen Fotorucksack, um zur Landebahn zu eilen. Der Spotterpunkt 1 sieht wie folgt aus :

 

Die Landebahn verläuft parallel zum Ozean, es wird immer vom Meer aus angeflogen, die Start hingegen können variabel sein. In unmittelbarer Nähe postierte ich mich, um Anflugfotos machen zu können. Durch den Doppelzaun lassen sich leider keine vernünftigen Fotos machen. Auf dem nächsten Bild seht ihr die Einflugschneise mit den Positionslichtern (im Hintergrund unser Hotel), da standen immer die meisten Schaulustigen an dem Rad/Fußweg, der bis Arrecife verläuft.

 

Das Glück war mir gewogen, denn kurze Zeit später landete die spanische Flugstaffel (machte wohl eine Probe für eine Vorführung) und ich konnte alle Maschinen ablichten. Ich zeige hier aber nur den "Häuptling" ;-)

 

Diese Beech von Urgemer Canarias tauchte auch mehrfach während des Urlaubes auf, wahrscheinlich konnte man damit auch Charterflüge buchen.

 

Danach verzog sich leider das gute Wetter und so machte ich erst mal ein paar "Probeaufnahmen" von den skandinavischen Touriairlines. Die B737MAX biete ich mal als Beispiel an, die anderen 800er spare ich mir mal.

 

Nun ging es zurück ins Hotel zum Mittagessen. Da mich das "Spotterfieber" gepackt hatte und das Wetter am Nachmittag wieder besser wurde, besuchte ich den zweiten Spotterpunkt. Da gibt es ein höher liegendes Gelände mit ein paar künstlichen Steinhaufen, von denen man knapp über den Doppelzaun fotografieren und auch den Anflug weiter beobachten kann.

 

Eine mir noch fehlende Airline (Orange2fly, Billigairline aus Holland) hatte sich angekündigt und kam tatsächlich sogar in full colors. Man beachte das griechische Kennzeichen. Der Start verzögerte sich leider (in ACE gingen die meisten Flieger unpünktlich raus), sonst hätte ich noch ein gutes Rollfoto machen können.

 

Die beiden Platzhirsche standen auch noch auf meinem Wunschzettel, ok die Binter Propmaschinen kannte ich schon (der CRJ1000 fehlt aber noch), aber von canaryfly hatte ich noch keine Fotos in meiner Sammlung. Die haben allerdings nur vier Maschinen (flogen auch oft mit Swift Flugnummern) und davon nur eine Maschine in full colors. Auf die musste ich ziemlich lange warten, bis ich sie im Kasten hatte. Heute eine ATR in "Sparbemalung" (Titel teilweise auch nur einseitig).

 

Zum heutigen Abschluss noch ein Taxywayfoto, von denen ich im Verlaufe des Aufenthaltes noch mehr machen sollte.

 

 

TAG 4

 

Am vierten Tag ging es immer mal stundenweise zum Ablichten der Flieger. Im Vorfeld hatte ich mir die interessantesten Airlines (bei denen auch sonder colors dabei sein konnten) und solche die nur 1-2x pro Woche auftauchten in meinen kleinen Büchlein notiert. Im Flightradar stehen auch nicht alle Maschinen drin, da ist es gut sich auch noch auf der AENA Seite zu informieren. In der Nacht davor hatte ich den Schlauch meines Schlafgerätes "demoliert", also ging es erst mal nach Puerto Carmen auf die Suche nach einem entsprechenden Ersatz. Später stellte sich heraus, das der Freund einer Hotelangestellten bei einer solchen Firma arbeitete und sie mir einen Ersatzschlauch mitbrachte. Großes Kino, sehr cool und hilfsbereit. Umsonst war aber auch so der Spaziergang nicht, frische Meeresluft, Sonne, schöne Strandpromenaden und ein paar verrückte Marathonläufer, die gerade einen Wettkampf absolvierten, Langeweile kam da nicht auf. Auf dem Rückweg sah ich dann noch die Eintracht Frankfurt Maschine von Sunexpress Germany im Gegenlicht, da schrillten die Alarmglocken, nach dem Essen das Teil unbedingt zum Abflug zu holen.

 

Gesagt, getan, hier nochmal ein typisches Foto vom Spotterpunkt am frühen Nachmittag, wenn die Sonne langsam herumkommt.

 

Diesen Bizjet (von London Executive) sah ich auch mehrfach in Lanzarote, da waren bestimmt auch wohlbetuchte Passagiere an Bord. Habe das Bild etwas kleiner gewählt, damit das Meer mit zu sehen ist.

 

Kurz darauf kam auch die Wunschmaschine zum Ablichten, freute mich natürlich über jede Sonderbemalung, die ich bekommen konnte.

 

Zurück im Hotel will ich Euch noch das Spotting für ganz "Faule" vorstellen, sprich, vom Pool(cafe) aus ließen sich auch schon brauchbare Bilder machen. (Gesamtblick und Beispiel mit knapp 300mm )

 

 

Das Wetter selbst war nicht ganz stabil, aber trotzdem angenehm und viel besser als befürchtet (nachdem in der Vorschau 4-5 Regentage angekündigt waren). Zum Abend hin verschwanden die Wolken, also nochmal an den Strand (nicht direkt zum Anflug), sondern ein kleines Stück vor dem Hotel, um noch ein paar schicke Aufnahmen zu machen.

 

Der tauchte doch etwas überraschend auf, aber was solls, nehmen wir mit ;-)

 

TUI Belgium und zu meiner Freude endlich der erste Brussels in bunter Lackierung, das sind die Momente, wo man als Hobbyspotter jubelt.

 

 

Nun wartete ich noch auf den Airbus von Volotea, der nur einmal wöchentlich kam und nach Beendigung der Sommerzeit dann auch nicht mehr im Hellen zu sehen war. Mit etwas Verspätung kurz nach Sonnenuntergang tauchte der A319 dann noch auf, kurz vorher überflog noch dieser Hubschrauber (Babcock MCS Offshore, noch nie gehört) die Küste. Ein neuer Norwegian kam dann leider schon im Dunkeln, aber man kann auch nicht immer Glück haben.

 

 

 

 

 

TAG 4

 

Heute ging es zu Fuß zur Texas Ranch mit Tier- und Wasserpark, der sich im Nachbarort befand. Nach knapp einer Stunde waren wir am Eingang angelangt. Der Eintritt war ziemlich deftig (30 Euronen pro Nase), aber wir wollten uns das Ganze trotzdem mal ansehen. Wie sich herausstellte, trieb wahrscheinlich der Fun Wasserpark den Preis nochmal in die Höhe, aber es gab halt nur diese "Kombiticket". Für mich  ziemliche Geldschneiderei, egal, im Urlaub kann man das schon mal machen. ;-)

 

Das Gelände selbst ist sehr schön angelegt und es gab auch ein paar ganz gute Exoten zu sehen. Zwei Beispiele möchte ich Euch hier zeigen, damit man einen kleinen Eindruck gewinnen kann. Dazu gab es mehrere Tiershows, leider überschnitten sich manchmal die Zeiten. Aus jeder Rubrik auch jeweils ein Bild.

 

 

 

 

 

 

 

Nach ca. vier Stunden Aufenthalt (nächste Mal vielleicht auch die Badesachen für den Parkbesuch mit einpacken) ging es zurück ins Hotel. Auf meinen "Flugplan" hatten sich inzwischen auch noch ein paar ganz interessante Flieger "angesammelt", sodass ich nach dem Kaffeetrinken nochmal zur Bahn schlenderte. Leider waren diesmal die wenigen Steinhügel "besetzt", da konnte ich meine Bilder erst kurz nach dem Vorbeirollen machen. JET2 schickte tatsächlich mal seinen A330. Prima.

 

Von Eurowings war noch eine B737 (?) im Plan gewesen. Ok, hatte ich möglicherweise mehr erwartet, aber für die Sammlung durchaus nicht uninteressant.


Am späten Nachmittag waren noch fünf TUI Flieger angekündigt und tatsächlich kamen zwei sonderlackierte Maschinen , also Ausbeute 40 %, perfekt. :-)

 

Gegen Abend verzog sich das Wetter, also Kamera eingepackt und den Tag im Hotel ordentlich ausklingen lassen.

 

TAG 5

 

Das Wetter spielte weiterhin mit, sprich, 23 Grad Luft und ähnliche Wassertemperaturen waren sehr angenehm um diese Jahreszeit. Fotos vom Strand habe ich jedoch nicht gemacht, da ich nichts unbeobachtet herumliegen lassen wollte. Gegen Mittag waren wieder ein paar für mich interessante Machinchen angemeldet, also wieder zehn Minuten investiert, um rechtzeitig im Anflug zu stehen. Die beiden Flieger (aus Italien Touristen bringend) waren dann nicht unbedingt nach meinen Geschmack, da es von Alba wohl schon neue Lackierungen gibt. Habe sie daher mal etwas von hinten bzw. etwas verkleinert fotografiert, damit der recht bergige Hintergrund mit im Bild zu sehen ist.

 

 

TUI Nederland hatte ich auch noch nicht und zu meiner Freude war wenigstens die Sunwing noch mit Original Bemalung und Originalreg unterwegs.

 

 

 

 

 

Am Wegesrand zwischen Zaun und Meer sind auch noch einige Steine aufgetürmt, aber es ist trotzdem schwierig, über den Doppelzaun zu fotografieren und auch die Balance zu halten.

Habe es ein paar mal probiert, der EZY ist ganz gut geworden und zu meiner Überraschung rollte noch die Alenia aus dem Militärbereich heraus. Da musste die Kamera schon über dem Kopf gehalten werden, ein Foto ist dann auch ganz gut gelungen.

 

 

 

Am Nachmittag fuhren wir dann mit dem Bus nach Arrecife, bis zum Busbahnhof etwa eine gute Viertelstunde Fahrzeit. Ziel war das einzige Hochhaus der Insel, das meine Partnerin ein paar Tage vorher beim Jogging schon mal kurz "inspiziert" hatte. In Lanzarote gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, das dort keine höheren Häuser gebaut werden sollen, das scheint bislang zu funktionieren. Ausnahme ist dieses Grandhotel. Warum wir hier hoch wollten ? Sieht man im nächsten Bild. :-)

 

 

Man kann von hier (öffentliches Restaurant) die gesamte Stadt und Umgebung nach fast allen Richtungen überblicken und unser beliebtes Scrabble kam nebst Kaffee und Kuchen auch zur "Anwendung".

 

 

Beispielfoto am späten Nachmittag ohne Gegenlicht

 

 

Ohne PS ging es den Fuß/Radweg zurück zu unserem Hotel. Waren ca. 8 km, also eine eineinhalbstündige Wanderung. So sieht das dann auf den letzten Kilometern aus, die Sonne war gerade hinter den Bergen verschwunden.

 

 

Diese Maschine entdeckte ich noch zufällig, aber es war schon fast dunkel. Notshot durch den Zaun mit höchster ISO-Zahl, da doch ein recht seltenes "Exemplar".

 

 

Was würden die nächsten Tage bringen ? Neben Sonne, Strand, Meer, All inclusiv und Fliegerhobby auch noch zwei Ausflüge im zweiten Teil des Urlaubs.

 

 

MIT DEM MIETAUTO UNTERWEGS

 

Am darauffolgenden Tag waren wir mit einem kleinen VW unterwegs, um den nördlichen und nordwestlichen Teil der Insel zu erkunden. Das hatte den Grund, das wir vorher auch eine Bustagestour (drüber berichte ich kurz im übernächsten Kapitel) mit fünf Sehenswürdigkeiten der Insel gebucht hatten, die uns noch fehlenden interessanten "Gebiete" holten wir uns halt individuell und auch ein wenig improvisierend.

Auf der Insel gibt es zahlreiche AloeVera Farmen, wo man sich kostenlos informieren und Produkte ausprobieren konnte. Das war so ein Wunsch meiner Partnerin, am Ende kaufte aber ausgerechnet ich ein paar Teile aus dem "Hofladen". ;-)

 

Dann ging es weiter Richtung "Nordcap", das Mirador del Rio stand auf meinen/unseren Wunschzettel. Unterwegs wurde ein paar Mal angehalten, um die wilde und zerklüftete Küste (meist aus Lavagesteinen) zu bestaunen (Beispielfoto).

 

Viele Attraktionen sind durch den berühmtesten Mann der Insel, Cesar Manrique geprägt, der zahlreiche Kunstwerke und Bauten hinterlassen hat. Auch am Nordcap hat er eine Panoramaplattform mit seinen Ideen und Kunstwerken gebaut, auf meinen Bildern möchte ich Euch aber die tolle Aussicht vom höchsten Aussichtspunkt der Insel präsentieren. Man kann auch einen Wanderweg nutzen, den wir auch ein Stück gegangen sind.

 

 

 

Anschließend improvisierten wir ein wenig ohne Navi und fuhren durch zahlreiche Serpentinen zur NW-Küste, wo bei böigen Wind gerade ordentlicher Wellengang herrschte. Dennoch waren rotz roter Flagge ein paar Verrückte im Wasser.

 

Es gab aber auch "ruhige Flecken", so wie dieses Wellnesshotel mit einem kleinen "Binnensee", so einer Art Saline.

 

In einem Fischerdorf stärkten wir uns in einen kleinen Bistro für die Rückfahrt.

 

Auf der Rückfahrt zu unseren Ferienort entdeckten wir noch ein paar Weinfelder (sehr flach wachsende Rebstöcke, die zum Schutz vor häufig stark wehenden Winden durch gerade oder kreisförmige Steinmauern geschützt sind.)

 

.... und gegen Abend fanden wir noch dieses Museum (mit Agrarprodukten und Handwerk) und sahen einige Kreisverkehre mit Manrique Architektur. Pünktlich zum Abendbrot konnten wir unser Mietauto wieder vor dem Hoteleingang abstellen, ein gelungener Tagesausflug, wie ich meine.

 

 

Es folgte ein "Ruhetag", sprich Sonnenbaden für meine Partnerin (sie ist ja eher als ich eine Sonnenanbeterin :-)) und "Spotterday" für mich. Davon mehr beim nächsten Kapitel.

 

 

 

Soweit ich Zeit dafür habe, werde ich versuchen, auch die restlichen 3-4 Folgen noch zur Ansicht anzubieten.